Bauhausvilla Tübingen
Fotos © Katja Wickert
Nahe Tübingen, einer Universitätsstadt mit jahrhundertelanger Tradition des Denkens und Gestaltens, findet das Bauhausideal in einer modernen Villa seine konsequente Fortsetzung. Zwei Faltwerktreppen bilden dabei ihr handwerkliches Herzstück.
Sofort ins Auge fallend ist die geradläufige Holztreppe im Erdgeschoss: ohne jede Wandverankerung, ein skulpturaler Solitär, der mitten im Wohnraum zu schweben scheint.
Die Schwerkraft wirkt hier außer Kraft gesetzt. Eine zweite, halbgewendelte Treppenkonstruktion führt in den Fitnessraum des Hauses, einseitig verankert, dennoch freischwebend und mit einem beidseitigen Glasgeländer aus Vollglas sowie einem satinierten Edelstahlhandlauf versehen, der das klare Formenrepertoire konsequent weiterführt.
Beide Treppenanlagen wurden aus kerngeräucherter Eiche gefertigt und mit pigmentierten Ölen veredelt. Die so entstehende warme Tiefe des Holzes verleiht dem eher nüchternen Bauhausstil eine sinnliche Note. Das Glasgeländer aus Sicherheitsglas unterstreicht die Leichtigkeit der Konstruktionen und lässt den Blick ungehindert durch den Raum wandern.
Die bei markiewicz selbstverständliche Verbindung aus traditionellem Handwerk und dem Einsatz erlesener Materialien findet hier ihre konsequenteste Ausprägung: zwei Treppen, ein Geist. Zeitgemäß in der Ausführung, zeitlos in der Haltung.
Typ: Faltwerktreppe
Stil: Bauhaus
Design: markiewicz
Projekt: RS-122











